Autor: Daniel Ehrat, Nachfolgeberater, St. Galler Kantonalbank

Jährlich werden rund 20'000 Familienunternehmen in der Schweiz verkauft oder aufgelöst. Es empfiehlt sich, das Thema frühzeitig anzugehen, schliesslich beansprucht ein seriöser Nachfolgeprozess schnell einmal drei bis fünf Jahre.

Die Nachfolge ist ein Teil des Lebenskonzepts einer Unternehmerin oder eines Unternehmers, bei dem emotionale Aspekte auf konkrete Sachfragen stossen. Darum gilt es in diesem Prozess auch, Fragen zu Wertvorstellungen und Lebensinhalten schlüssig zu beantworten.

Bei Familienbetrieben steht die familieninterne Nachfolge nach wie vor hoch im Kurs. Viele Inhaber wünschen sich, dass ihr Lebenswerk in der Familie bleibt, tun sich aber gleichzeitig schwer damit, das Thema rational anzugehen. In solchen Fällen ist es sinnvoll, eine Vertrau- ensperson von ausserhalb der Familie beizuziehen, die den Prozess strukturiert und als Vermittlerin fungiert.

Wenn eine familieninterne Übergabe nicht möglich oder nicht gewünscht ist, gibt es verschiedene andere Optionen wie eine Übernahme durch das Management, einen externen Verkauf oder die Liquidierung. Jeder Unternehmer, jede Unternehmerin hat andere Prioritäten: Während einer um jeden Preis die Arbeitsplätze erhalten möchte, steht beim anderen ein möglichst hoher Verkaufspreis im Vordergrund. In jedem Fall ist die Bestimmung des Unternehmenswerts als Basis für den Kaufpreis ein zentraler Bestandteil jeder Nachfolgeplanung. Dieser sollte von einer unabhängigen Fachperson ermittelt werden.

Die Spezialisten der St. Galler Kantonalbank mit Kompetenzen im Bereich Nachfolgeplanung begleiten dabei Familienunternehmen durch den gesamten Prozess.