Autor: Michael L. Baumberger, Leiter KMU, Basler Kantonalbank, in Zusammenarbeit mit der Startup Academy Basel

Obwohl etliche Branchen aktuell immer noch an den Folgen der Covid-19-Krise leiden und wir alle noch die Auswirkungen im Alltag spüren, herrscht aktuell eine grosse Aufbruchstimmung bei den Firmengründungen. Noch nie wurden so viele neue Firmen gegründet wie in den letzten Monaten.

Neben der unternehmerischen Vision und der guten Geschäftsidee respektive der Dienstleistung oder dem Produkt ist die Finanzierung der neuen Firma, des Start-ups, gut zu planen. Gerade in der Startphase stellen sich die Jungunternehmerinnen und -unternehmer mit dem Einbringen von eigenem Kapital resp. Kapital aus ihrem direkten Umfeld dem unternehmerischen Risiko. Sie haben somit ein eigenes Interesse am sorgsamen Umgang mit den verfügbaren Geldmitteln. Ziel muss sein, das «Minimum Viable Product» MVP für den Markt bewerkstelligen zu können. Dieses erste minimal funktionierende Produkt liefert ein erstes Nutzerfeedback und zeigt die Potenziale für die Weiterentwicklung auf. Das heisst, dass zu Beginn keine teuren «Luxuslösungen» angestrebt werden sollen und somit das verfügbare Kapital kosteneffizient eingesetzt wird.

Netzwerk ausweiten
Ein weiterer Ansatzpunkt zur Kapitalbeschaffung hat sich mit dem sogenannten Crowdfunding etabliert. Wenn es gelingt, zukünftige Kunden vom eigenen Produkt oder einer Dienstleistung zu überzeugen, können beachtliche Beträge für erste Investitionen zusammenkommen. Gerade beim Geschäftsaufbau ist es von zentraler Bedeutung, sich mit möglichst vielen potenziellen Kundinnen und Kunden auszutauschen und auch mehrere, unterschiedliche Partnerschaften für eine Finanzierung anzugehen. Die Startup Academy Basel kann helfen, das zu Beginn vielfach unzureichende Netzwerk dafür auszuweiten.

Der nächste Finanzierungsschritt
Wie erfolgt nun der nächste Finanzierungsschritt? Der überzeugende Businessplan ist da, die Erfahrungen aus dem MVP stützen diese Annahmen und der nächste Schritt benötigt nun nochmals Kapital. In diesem Schritt können Fremdkapital mittels einem Kontokorrent oder Darlehen eine mögliche Finanzierungsform sein. Einige Banken verfügen dazu über spezielle Finanzierungsangebote, welche exakt auf die Bedürfnisse von Start-ups ausgestaltet sind und somit in Bezug auf Anforderungen respektive auch Amortisation dem Business Plan vom Start-up Rechnung tragen können. Eine wichtige Rolle spielen auch Bürgschaften, welche in der Schweiz zum Beispiel von den vier Bürgschaftsgenossenschaften gesprochen werden (kmu-buergschaften.ch). Diese dienen dazu, das Risiko auf weitere Partner zu verteilen, um so den Finanzbedarf der neuen wachsenden Unternehmung abzudecken.

Professionelle Begleitung
Die Startphase ist mitunter einer der wichtigsten Meilensteine bei der Gründung, denn alles, was in dieser Lebensphase des Unternehmens geplant wird, hilft in den späteren Nachfolgephasen zur Sicherung seiner langfristigen Weiterentwicklung. In dieser Phase arbeitet die Basler Kantonalbank eng mit der Startup Academy Basel zusammen, welche nebst der professionellen Begleitung des Start-ups auch zu attraktiven Konditionen eine funktionelle BüroInfrastruktur zur Verfügung stellen kann.

www.bkb.ch/kmu
www.startup-academy.ch