Der amtierende Präsident Prof. Dr. Urs Müller hat sich entschieden, auf die nächstjährige Generalversammlung zurückzutreten. Der VSKB-Verwaltungsrat hat die Nachfolge bereits frühzeitig regeln können. Er nominiert Bruno Thürig, den derzeitigen CEO der Obwaldner Kantonalbank, als neuen VSKB-Präsidenten. Die offizielle Wahl und der Amtsantritt finden anlässlich der Generalversammlung vom 9. Juni 2022 statt.

Das Präsidium des Verbands Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) wird 2022 neu besetzt. Prof. Dr. Urs Müller hat sich entschieden, nach 10 Jahren an der Spitze des Verbands im Laufe des nächsten Jahres in den Ruhestand zu treten. Der 64-jährige habilitierte Ökonom präsidiert den Verband seit Anfang 2012. Sein Rücktritt erfolgt auf die VSKB-Generalversammlung vom 9. Juni 2022. 

Urs Müller – Einsatz zugunsten der Vielfalt des Finanzplatzes
Unter Urs Müller hat sich der VSKB als starke Stimme des Finanzplatzes etabliert. «Die Vielfalt ist ein prägendes Element unseres Finanzplatzes. Sie garantiert funktionierenden Wettbewerb und macht das Finanzsystem insgesamt robuster. Der VSKB setzt sich dafür ein, dass die Regulierung die unterschiedlichen Banken und deren Risikoprofile angemessen berücksichtigt» betont Urs Müller. Während seiner Amtszeit kam dieses Anliegen insbesondere beim regulatorischen Grossprojekt FIDLEG/FINIG oder bei der Umsetzung von Basel III / Basel III final in die Schweizer Gesetzgebung zum Tragen. «Die Finanzmarktregulierung ist zum Schutz der Anlegerinnen und Anleger sowie der Systemstabilität wichtig», so Urs Müller. «Die Komplexität der Vorgaben darf aber nicht so sehr ansteigen, dass kleine und mittleren Banken ihre Dienstleistung nicht mehr konkurrenzfähig anbieten können». Bis zu seinem Austritt im Juni 2022 wird er sich weiter mit vollem Einsatz zugunsten der Kantonalbanken und der Vielfalt des Finanzplatzes engagieren. 

«Urs Müller hat sich während seiner Amtszeit in der Branche sowie bei den politischen Anspruchsgruppen unermüdlich für die Kantonalbanken stark gemacht. Zudem hat er einen grossen Beitrag für den Ausgleich und die Konsensfindung in unserer Gruppe geleistet. Wir bedanken uns bereits heute für sein Engagement und die hervorragende Zusammenarbeit», sagt Martin Scholl, VSKB-Vizepräsident und CEO der Zürcher Kantonalbank, im Namen des gesamten VSKB-Verwaltungsrats. 

Bruno Thürig als neuer VSKB-Präsident nominiert
Urs Müller hat den VSKB-Verwaltungsrat bereits früh über seine Zukunftspläne in Kenntnis gesetzt. Dieser hatte so die Möglichkeit, die Nachfolge frühzeitig zu regeln. An seiner Sitzung vom 28. April 2021 hat der Verwaltungsrat Bruno Thürig als Nachfolger von Urs Müller nominiert. 

Bruno Thürig ist derzeit CEO der Obwaldner Kantonalbank. In dieser Funktion führt er die Bank seit 20 Jahren überaus erfolgreich. Davor war der 59-jährige, ausgebildete Rechtsanwalt in verschiedenen Funktionen in den Bereichen Bankenrecht und Bankenberatung tätig. Als langjähriges Mitglied des VSKB-Verwaltungsrats und des VSKB-Verwaltungsratsausschusses hat er zudem die Ausrichtung des Verbands in den vergangenen Jahren mitgeprägt. «Ich freue mich über die Nomination und das Vertrauen meiner Kantonalbankkolleginnen und -kollegen. Die Kantonalbanken sind im Verbund eine prägende Kraft des hiesigen Finanzplatzes. Ich freue mich, ihre Zusammenarbeit und Kooperation auf Ebene des Verbands weiter zu stärken», führt Bruno Thürig aus. 

Bruno Thürig hat angekündigt, per 30. Juni 2022 von seinem derzeitigen Amt als CEO der Obwaldner Kantonalbank zurückzutreten. Die offizielle Wahl und der Amtsantritt des neuen VSKB-Präsidenten erfolgen anlässlich der VSKB-Generalversammlung vom 9. Juni 2022.