Autor: Andreas Janser, Senior Finanzplaner, Schwyzer Kantonalbank

Eine fundierte Pensionsplanung schafft Klarheit, Sicherheit und deckt (Steuer-)Sparpotenzial auf. Weshalb aber soll man sich bereits 10 Jahre im Voraus mit der Planung der Pensionierung befassen, wie meist empfohlen wird?

Die Gedanken an die Zeit nach der Erwerbstätigkeit liegen oft in weiter Ferne - das Berufsleben, die Familie, Freunde und Hobbys sorgen dafür, dass es an kurzweiliger Beschäftigung im Hier und Jetzt nicht mangelt. Und dennoch ist es entscheidend, die Planung der eigenen Pensionierung rechtzeitig an die Hand zu nehmen.

Es empfiehlt sich, 10 Jahre vor der geplanten (Früh-)Pensionierung mit der Vorbereitung und Planung der Erwerbsaufgabe zu beginnen. Einige Massnahmen brauchen nämlich eine gewisse Vorlaufzeit. Es ist nötig, Optimierungen rechtzeitig zu prüfen und in die Wege zu leiten. Das Wissen, die eigene Pensionierung fundiert geplant und die Sparmöglichkeiten ausgeschöpft zu haben, vermittelt ein Gefühl der Sicherheit.

Im folgenden Beispiel plant die fiktive Frau Taxfix ihre Frühpensionierung in zwei Schritten, im Alter 62 und 63. Bereits hat sie entschieden, sich das Pensionskassenkapital auszuzahlen zu lassen (Kapitalbezug). Die Teilpensionierung, bei der das Kapital in zwei Tranchen in verschiedenen Jahren bezogen werden kann, bringt Steuervorteile. Dabei ist zu beachten, dass die Bezüge der Säule 3a clever eigeplant werden, damit sich diese nicht mit Auszahlungen von Pensionskassengeld kumulieren. Da eine Teilamortisation der Hypothek auf die Pensionierung hin ohnehin geplant war, setzt diese Frau Taxfix bereits früher um. Und zwar als Bezug im Rahmen der Wohneigentumsförderung (WEF) aus der Pensionskasse. Da das Pensionskassenkapital per Pensionierung damit tiefer ausfällt, reduzieren sich die Kapitalleistungssteuern bei den Teilpensionierungsschritten merklich. Pensionskasseneinkäufe wurden ebenfalls geprüft und aufgrund der grossen Einsparungen bei der Einkommenssteuer als sehr lohnend beurteilt. Frau Taxfix verteilt die Einkäufe auf verschiedene Steuerjahre, um die Steuerprogression während mehrerer Jahre brechen zu können. Möglich ist das allerdings bis spätestens zum Alter 56 aufgrund der 3-Jahresfrist, die vor dem geplanten WEF-Bezug im Alter 59 zwingend einzuhalten ist.

Bezüge der Säule 3a innert 5 Jahren vor dem AHV-Alter

Das Beispiel zeigt, dass je nach persönlicher Ausgangslage und eigenen Zielen diverse Fristen zu beachten sind. Bei Verheirateten müssen sich die Partner in ihrer Vorgehensweise aufeinander abstimmen. Mit einer frühzeitigen Planung der eigenen Pensionierung lassen sich die Handlungsoptionen ausschöpfen und Optimierungsmassnahmen gezielt einsetzen. Zudem besteht Zeit, sich finanziell auf den Ruhestand vorzubereiten und z.B. den Sparprozess für die gewünschte (Früh-)Pensionierung voranzutreiben.

Aufgrund der hohen Komplexität der Themen lohnt es sich, eine fachkundige Beratung in Anspruch zu nehmen. Eine Pensionsplanung wie diejenige der Schwyzer Kantonalbank vermittelt neben Sicherheit und Klarheit über die künftige finanzielle Entwicklung auch einen fundierten Überblick über nutzenbringende Optimierungsmöglichkeiten. Die Pensionsplanung ist eine wichtige Entscheidungsgrundlage, die sich lohnt.