Autor: Oliver Nuspliger, Leiter Firmenkunden Marktgebiet Mitte bei der BEKB

Der Begriff der Nachhaltigkeit erfährt heute eine beinahe inflationäre Verwendung – oft in Zusammenhang mit dem Umweltschutz. Für Unternehmen mit nachhaltiger Ausrichtung umfasst Nachhaltigkeit jedoch nicht nur ökologische Faktoren, sondern inkludiert ihre ökonomische und gesellschaftliche Verantwortung.

Ganzheitlicher Ansatz

Nachhaltigkeit tritt heute mehr denn je als Modewort auf und wird meistens einzig auf den ökologischen Aspekt reduziert. Der Begriff ist jedoch viel facettenreicher und fordert ein integratives Verständnis. Nebst der Umwelt bezieht sich Nachhaltigkeit gemäss dem Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit ebenso auf Wirtschaft und Soziales. Das Modell postuliert, dass nur durch das gleichzeitige und gleichberechtigte Umsetzen von umweltbezogenen, wirtschaftlichen und sozialen Zielen eine nachhaltige Entwicklung erreicht werden kann. Nachhaltigkeit ist zudem von einem langfristigen Denken geprägt. Die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung hielt bereits 1987 im Brundtland-Bericht fest, dass eine nachhaltige Entwicklung die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigen soll, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können. Diese intergenerative Sichtweise, die auf sozialer Gerechtigkeit und ökologischer  Tragbarkeit basiert, hat heute noch ihre Gültigkeit.

Nachhaltigkeit als Chance

Unternehmen mit einem nachhaltigen Ansatz betrachten die drei Faktoren Umwelt, Soziales und Wirtschaft nicht isoliert, sondern ganzheitlich. Nebst langfristiger Geschäftspolitik und nachhaltiger Wertschöpfung zeichnen sie sich durch einen verantwortungsbewussten Umgang mit Mitarbeitenden sowie ein gewissenhaftes Umweltmanagement und gesellschaftliches Engagement aus. Dabei geht es nicht in erster Linie darum, die erwirtschafteten Gewinne in ökologische und soziale Projekte zu stecken, sondern vielmehr die Gewinne bereits umwelt- und sozialverträglich zu erwirtschaften. Die drei Säulen der Nachhaltigkeit können für Unternehmen als Chance dienen. Laut einer deutschen Studie verbuchen nachhaltig handelnde Unternehmen steigende Imagewerte, sinkende Energiekosten und oft auch mehr Marge. Junge Menschen wollen zudem eher für nachhaltige Unternehmen arbeiten und viele Kundinnen und Kunden achten bewusst auf nachhaltige Produkte und Dienstleistungen.

Nachhaltiges Engagement

Für die BEKB ist die Nachhaltigkeit schon lange ein zentraler Wert und eine Grundhaltung. Sie ist überzeugt, dass sich ökologisches Verhalten, soziales Engagement und wirtschaftlicher Erfolg gegenseitig bedingen. Deshalb stellt die BEKB diese drei Dimensionen ihres Wirkens in ein gesundes Verhältnis zueinander. Das schafft Vertrauen und Mehrwert. Das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und die Förderung von KMU in ihrem Geschäftsgebiet ist Bestandteil der Unternehmenspolitik. Um eine Geschäftsbeziehung einzugehen, setzt die Bank voraus, dass ethische und ökologische Grundsätze eingehalten werden. So erreicht sie langfristige und stabile Geschäftsbeziehungen. Damit hilft die BEKB, den regionalen Wirtschafts- und Lebensraum weiterzuentwickeln, und unterstützt ihre Kundinnen und Kunden, ihre Geschäftspartner sowie ihre Mitarbeitenden dabei, nachhaltig zu handeln.