Autorin: Lysiane Tissières, Leiterin Kommunikation WKB

Sie haben die Idee, die Motivation und die Energie, die Sie brauchen, um loszulegen, einen Business Plan, der zeigt, dass Sie dazu in der Lage sind, und das Entwicklungspotenzial Ihres Unternehmens? Damit ist es nun an der Zeit, sich auf die Suche nach der richtigen Finanzierung zu begeben. Dieser Schritt ist unvermeidlich und auch essenziell, damit das Abenteuer beginnen und Ihr Projekt Gestalt annehmen kann. Und doch gleicht er häufig einem Hürdenlauf. Zunächst gilt es, die zahlreichen am Markt verfügbaren Lösungen zu vergleichen und diejenige herauszufiltern, die Ihrer Situation und Ihren Anforderungen am besten entspricht. So verschwenden Sie keine Zeit und maximieren Ihre Erfolgschancen. Denn eins ist klar: Ohne die nötige Finanzierung wird es Ihnen schwerfallen, angemessene Fortschritte zu machen und sich die personellen und materiellen Ressourcen zu sichern, die Sie brauchen, um Ihrer Idee Leben einzuhauchen.

Das sogenannte Crowdfunding liegt im Trend

Eigenfinanzierung, Crowdfunding, öffentliche Beihilfen, Business Angels, Banken – an wen sollen Sie sich wenden? Die meisten Gründer beginnen damit, Ihr eigenes Kapital zu investieren, ehe sie sich an Familie und Freunde wenden, um zu klären, inwieweit diese Unterstützung leisten können. In der Folge unterscheiden sich die Lösungen in Abhängigkeit vom gewünschten Betrag und dem Geschäftsfeld des Projekts. Eine Lösung, die im Trend liegt, ist das so genannte Crowdfunding. In der Schweiz existieren über 40 solcher Plattformen, einige mit allgemeiner Ausrichtung, andere ausschliesslich für Start-ups. Bei Letzteren spricht man in der Regel allgemein von Crowdinvesting. Die Plattformen bringen Start-ups mit Privatanlegern oder institutionellen Anlegern in Kontakt. Im Gegenzug für ihr Engagement werden die Anleger an den Unternehmensresultaten beteiligt. Auch viele staatliche oder kantonale Stellen bieten Hilfen wie Subventionen oder indirekte finanzielle Unterstützung wie Coachings oder Bereitstellung von Räumlichkeiten an, so etwa die Stiftung The Ark im Wallis oder Innosuisse, die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung. Überdies bietet das Netzwerk der «Business Angels» eine interessante Alternative. Neben Sach- oder Geldeinlagen geben diese Personen auch wertvolle Ratschläge, nutzen ihr Netzwerk oder bringen sich direkt in die Geschäftstätigkeit des jungen Unternehmens ein.

Beraten, informieren, motivieren – wertvolle Dienstleistungen der Banken

Und welche Rolle spielen bei all dem die Banken? Ihr Beitrag geht oftmals über den blossen Rahmen eines Kreditgeschäfts hinaus. So stellen etwa die Kantonalbanken privilegierte Partner für neu gegründete oder auch bereits seit vielen Jahren aktive Unternehmen dar, vor allem, weil sie ortsnah und lokal verankert sind, sich somit genauestens mit der regionalen Wirtschaft auskennen und in der Lage sind, schnell Entscheidungen zu treffen. Ihre Rolle für die Unternehmen auf die eines blossen Kreditgebers zu beschränken, kommt einer Verschleierung der unzähligen Facetten ihrer Partnerschaft mit den wirtschaftlichen Akteuren in ihrem Kanton gleich. Die Bank der Unternehmen zu sein, bedeutet nicht nur finanzieren, sondern auch beraten, informieren, motivieren, Gelegenheit zum Austausch bieten – kurzum: begleiten. Ein weiteres Plus für das Erfolgsstreben eines Jungunternehmers.