Die Kantonalbanken sind die wichtigsten Finanzierungspartner von kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz. Sie sind sich ihrer Rolle für die Funktionalität der regionalen Wirtschaftskreisläufe bewusst und nehmen ihre Verantwortung auch in der derzeitigen Krise war.

Gemeinsam mit dem Bund haben die Schweizer Banken ein Garantieprogramm mit Überbrückungskrediten im Umfang von 20 Milliarden Franken für Unternehmen mit Liquiditätsengpässen entwickelt. Mit der Teilnahme an diesem Programm bieten die Kantonalbanken Hand für rasche und unbürokratische Lösungen bei durch die Corona-Pandemie ausgelösten finanziellen Problemen. Daneben stehen die Banken in engem Kontakt mit betroffenen Unternehmen und bieten Firmen mit intaktem Geschäftsmodell weitere bedürfnisorientierte Unterstützungen an. Dies geschieht zum Beispiel in Form von Amortisationssistierungen, zusätzlichen Betriebskrediten oder Anpassungen der Kreditlimiten.

Diverse Kantonalbanken haben einen zusätzlichen Kreditrahmen für betroffenen Unternehmen gesprochen. In enger Kooperation mit ihren kantonalen Eigentümern können verschiedene Kantonalbanken zudem zusätzlich zum Bundesprogramm kantonal verbürgte Überbrückungskredite anbieten. Die Massnahmen auf kantonaler Ebene sollen subsidiär zu den Massnahmen des Bundes wirken und/oder Unternehmen unterstützen, die nicht vom Bundesprogramm profitieren können.

Der Bund hat gemeinsam mit dem gesamten Bankenplatz ein Garantieprogramm mit Überbrückungskrediten im Umfang von 20 Milliarden Franken für Unternehmen mit Liquiditätsengpässen entwickelt. Der Bundesrat hat das Programm per 26. März 2020 in Kraft gesetzt. Mit dem Programm erhalten Unternehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie in finanzielle Engpässe geraten sind, rasch Unterstützung in Form von verbürgten Überbrückungskrediten.

Das Programm startet am Donnerstag 26. März 2020. Teilnahmeberechtigt sind alle Unternehmen (Einzelunternehmen, Personengesellschaften oder juristische Personen) mit Sitz in der Schweiz, die wirtschaftlich erheblich von der COVID-19-Pandemie betroffen sind. Weitere Voraussetzung sind die Unternehmensgründung vor dem 1. März 2020 und ein Jahresumsatz unter 500 Millionen Franken ist. 

Das Programm baut auf den bestehenden Strukturen der Bürgschaftsorganisation auf und beinhaltet zwei Arten von Krediten:

  • COVID-19-Kredit: Kredite bis zu einem Betrag von 0,5 Millionen Franken sind vom Bund zu 100 Prozent garantiert und werden von den Banken unkompliziert ausbezahlt. Der Zinssatz beträgt 0 Prozent.
     
  • COVID-19-Kredit Plus: Beträge über 0,5 Millionen bis 20 Millionen Franken werden vom Bund zu 85 Prozent verbürgt. Für die restlichen 15 Prozent liegt das Risiko bei der Bank, welche eine Kreditprüfung durchführt. Der Zinssatz liegt bei aktuell 0,5 Prozent auf der vom Bund abgesicherten Darlehen.

Detaillierte Informationen zu dem Programm finden Sie auf folgenden Plattformen:

Die Kantonalbanken sind finanziell und operationell gut gerüstet, die aktuelle Krise zu meistern. Sie haben diverse Massnahmen zum Schutz von Mitarbeitenden und Kundinnen und Kunden getroffen. Teilweise ist der physische Kontakt zu Bankmitarbeitenden (zum Beispiel bei Schalter- oder Beratungsdienstleistungen) eingeschränkt. Die Grundversorgung mit Zahlungs- und Bankdienstleistungen ist aber gewährleistet.

Die Kantonalbanken sind solide kapitalisiert. Damit kann die Kredit- und Liquiditätsversorgung der Realwirtschaft sichergestellt werden. Die geltenden Regeln bezüglich Eigenmittel, Kreditvergabe und Immobilienfinanzierung werden im Interesse der Stabilität des Finanzmarktes weiter angewendet.