Eltern-Ratgeber «Finanzen im Griff»

Täglich treffen wir unzählige Entscheide, die sich auf unser Portemonnaie auswirken. Oftmals sind es kleine Dinge, wie der Kauf des Kaffees auf dem Weg zur Arbeit oder eines neuen Paars Schuhe. Es sind aber auch Entscheide von grösserer Tragweite, wie der Abschluss eines Leasingvertrags oder die Wahl des passenden Vorsorgeplans. Der Umgang mit Geld ist ein essenzieller Teil unseres Lebens. Dementsprechend ist eine gute Finanzkompetenz wichtig und ein Schlüssel für ein erfolgreiches, selbstbestimmtes Leben.

Die Kantonalbanken engagieren sich im schulischen und im familiären Umfeld für die Vermittlung der Finanzkompetenz. Mit dem vorliegenden Ratgeber «Finanzen im Griff» können Eltern den guten Umgang mit Geld auf einfache Art und Weise in der Familie behandeln. Offen mit Kindern über Geld zu sprechen, ist oft der erste Schritt für eine gesunde Entwicklung dieser wichtigen Lebenskompetenz.

Verschuldungssituation in der Schweiz - Radar 2019

Der Intrum Radar 2019 zeigt es auf: Die Verschuldungssituation in der Schweiz verändert sich.

Alarmierend und offensichtlich ist eine neue Entwicklung: Noch immer bergen die jungen Jahre zwischen 18 und 25 das höchste Verschuldungsrisiko. Bisher nahm dieses bis spätestens gegen Anfang des dritten Lebensjahrzehnts ab. Heute verschwimmen die Grenze, das Verschuldungsrisiko nimmt in den darauffolgenden Alterskategorien kontinuierlich zu. Und zwar so deutlich, dass Erwachsene im Alter bis Mitte 40 erstmals ein erhöhtes Risiko für eine Verschuldung aufweisen. Entsprechend setzt die vorliegende Studie den Fokus auf die Verschuldung der Jugend, denn in dieser Alterskategorie nimmt sie ihren Anfang und, wie es sich in diesem Radar zeigt, lange kein Ende mehr.

Der «W2 Jugend-Finanzmonitor»

Um den Stand und die Entwicklung des Um das aktuelle Finanzwissens und die der Finanzkompetenz von der Jugendlichen zu ermitteln und gleichzeitig in den kommenden Jahren zu beobachten, hat die SCHUFA (deutsche Auskunftei)  den «W2 Jugend-Finanzmonitor» entwickelt. Diese Studie wird bereits zum zweiten Mal durchgeführt und basiert auf einer Online-Umfrage bei über 1000 Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren sowie über 500 Erwachsenen Personen zwischen 40 und 55 Jahren.

Der Lehrlingslohn – Finanzverhalten und Finanzwissen von Lernenden in der Schweiz

Die Studie im Auftrag des Verbands Schweizerischer Kantonalbanken erhebt, wie Lernende am Anfang ihrer beruflichen Grundausbildung mit dem ersten selbst verdienten Lohn umgehen. Die Resultate zeigen: Lernende sind in der Regel sehr sorgsam im Umgang mit Geld und verfügen über ein gutes praktisches Wissen in alltäglichen Finanzthemen. Weniger alltägliche Finanzaspekte bereiten vielen aber Schwierigkeiten.

Culture and Financial Literacy

Prof. Dr. Martin Brown hat eine Studie zum Finanzwissen von Jugendlichen in der Schweiz veröffentlicht (Culture and Financial Literacy / Dr. Prof. Martin Brown, Dr. Caroline Henchoz & Thomas Spycher). Er ist Professor für Bankwirtschaft an der Universität St. Gallen. Die Erhebung umfasste 649 Schülerinnen und Schüler im letzten obligatorischen Schuljahr im Kanton Freiburg und vergleicht die Werte über die französisch-deutsche Sprachgrenze.

Familiärer «genetischer Code» der Geldanlage

Union Invest hat in einer Studie untersucht, wie das familiäre Umfeld Finanzentscheidungen beeinflussen. Die Studie zeigt auf, dass die Familie den Umgang mit Geld und die Einstellung zum Sparen nachhaltig prägt. Glaubenssätze, unbewusst vorgelebte Rollenverhalten sowie eine starke emotionale Prägung spielen eine wichtige Rolle für die Weitergabe von Finanzwissen innerhalb der Familie.

Geld – (k)ein Thema

Die Juvenir-Studie 3.0 der Jacobs Foundation befasst sich mit dem Thema «Wie es um die Finanzen der Schweizer Jugendlichen steht». Die Studie fördert das Bild einer Jugend zutage, die sich überaus planvoll und sparsam im Umgang mit Geld zeigt. Verzicht ist trotzdem für die grosse Mehrheit kaum oder überhaupt kein Thema.